Nachdem durch die vorangegangene Protestaktion der Punkt Spielkultur auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschuss stand, berichtet das Main-Echo vom 06.02.08 über die Sitzung im Hinblick auf ‘demokratische Strukturen in der Jugendarbeit’.
Leider wurden unsere Forderungen im Auschuss falsch wiedergegeben
und es entsteht somit ein völlig falsches Bild von unserem Anliegen.
Aus diesem Grund werden wir folgenden Leserbrief an das Main-Echo senden um unsere Position zu korrigieren.
Sehr geehrte Damen und Herren,
zu Ihrem Artikel „Jugendtreff Hockstraße wird saniert“ vom 6. Februar möchten wir heute Stellung nehmen, weil uns die einseitige Berichterstattung zu Gunsten von Herrn Maigk Sommer betroffen macht.
Obwohl ohne Rederecht, war auch das Athenaeum in der Jugendhilfeausschussitzung anwesend und konnte die Vorträge von Herrn Sommer und Herrn Elsässer zur Kenntnis nehmen. Wir möchten hinzufügen, dass Herr Elsässer bis heute keinen konkreten Termin zu einem „runden Tisch“ genannt hat.
Weiterhin bedarf es einer Ergänzung, was die Aussage „Es ginge nicht um Brettspiele“ betrifft: wie dem JuKuZ-Bericht 2007 zu entnehmen ist, betreffen die Kürzungen im Spielebereich vor allen Dingen Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche, Familien und Integrationsangebote. Das Athenaeum versteht sich in dieser Beziehung auch nicht als Vertretung für junge Erwachsene mit übersteigertem Betreuungsbedarf, sondern als Sprachrohr für die von der Kürzung massiv betroffenen Gruppe der NutzerInnen spielpädagogischen Angebots, in der alle Altersgruppen vertreten sind.
Weiterhin weisen wir darauf hin, dass das Jugendparlament des JuKuZ Kindern und Jugendlichen keine konzeptionelle Mitgestaltung ermöglicht und es zumindest im Spielebereich in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, Veranstaltungen (wie in der Vergangenheit ständig durch ehrenamtliche Arbeit geschehen!) „relativ selbstständig“ zu organisieren.
Über eine wohlwollende Kenntnisnahme und einen Abdruck unserer Stellungnahme würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichem Gruß
für das Athenaeum
Marco Kunkel
Februar 6, 2008 um 7:48 |
Moin,
soweit ganz gut, allerdings würde ich noch darauf eingehen, dass eben die „besonderen“ Veranstaltungen wie CC und 9,5 Inch dann eben von uns selbst organisiert werden und lediglich die konventionellen Veranstaltungen wie die SpielMit und die Familienspielebrunchs wegfallen werden.
Februar 10, 2008 um 7:14 |
Hallo Heiko,
danke für deinen Beitrag.
Sicher werden CC und 9,5 inch im Moment von privaten Vereinen getragen. Und genau das bewirkte die Kürzung: die Stadt stielt sich aus der Verantwortung, indem eine hauptamtliche Stelle aus diesem Bereich rausgenommen wird, und überlässt die Arbeit ehrenamtlichen Schultern. Selbstredend sind die meisten, die hier schreiben, erwachsen und in der Lage, diese Veranstaltungen zu organsieren und durchzuführen. Was die pädagogische, strukturelle und langfristig perspektivische Organisation anbelangt, hat die Stadt allerdings mit der Einsparung einer hauptamtlichen Stelle eine gut funktionierende Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und einem Hauptamtlichen einseitig aufgekündigt und lässt ihre HelferInnen im Stich.
Viele Grüße
Lena